UNIDRAM
26. Internationales Theaterfestival Potsdam | 29. Oktover bis 2. November 2019

Eine quadratische Sitzanordnung. Alle Zuschauer*Innen hören über Kopfhörer eine individuelle Spur, die gleichzeitig mit allen anderen synchronisiert ist. Eine lose Chronologie historischer Konstellationen erzählt von Momenten faschistischer Herrschaft, der Ästhetisierung von Politik und ihrer Subjektivierung. Aktuelle Entwicklungen vergegenwärtigend, umkreist sie die Frage, woher die Attraktivität autoritärer Fundamentalpolitik rührt. Was bewegt, steuert, manipuliert Gruppen oder Massen? Dabei wird das Publikum selbst zum zentralen Akteur eines „Radioballetts“, denn seine Reaktionen auf das Gehörte sind Teil einer kollektiven Dynamik, die in letzter Konsequenz auf die Straße führt.

Text, Regie, Konzept:                       LIGNA (Ole Frahm, Torsten Michaelsen, Michael Hüners)
Konzept:                                             Stephan A. Shtereff
Musik:                                                 Emilian Gatsov
Stimmen:                                            Mareike Hein, Peter Moltzen, Marco Barotti, Jürgen Herold, Stephan A. Shtereff
Produktionsleitung:                          Mariya Barashka

Unterstützt durch das Nationale Performance Netz; Koproduktionsförderung Tanz aus den Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Szenewechsel, einem Programm der Robert Bosch Stiftung und des internationalen Theaterinstituts, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Die Gruppe LIGNA existiert seit 1997 und besteht aus den Medien- und Performancekünstlern Ole Frahm, Michael Hüners und Torsten Michaelsen. Für die Produktion „Rausch und Zorn“ arbeiteten sie mit dem bulgarischen Künstler und Schauspieler Stephan A. Shtereff und dem in Sofia lebenden Komponisten Emilyan Gatsov zusammen. LIGNA erforscht seit 2002 in Shows, urbanen Interventionen und performativen Installationen die Handlungsmöglichkeiten von Kollektiven. Dabei entwickeln die KünstlerInnen unterschiedliche Modelle des Mediengebrauchs, die unkontrollierbare Effekte hervorbringen, womit die Ordnung eines Raumes herausgefordert wird. Ihre Arbeiten wurden mehrfach international mit Preisen ausgezeichnet.

Infos unter: www.ligna.org

Wann:                                      Fr., 01.11., 20.30 Uhr und Sa. 02.11., 19.00 Uhr
Wo:                                         Schinkelhalle, Schiffbauergasse 4A
Eintritt:                                    Preisgruppe B: 15,- € / erm. 10,- € / Schüler 6,- € (Abendkasse: + 2,- €)
Dauer:                                     105 min, wahlweise in deutscher oder englischer Sprache

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.

Das gesamte UNIDRAM-Programm finden Sie unter www.unidram.de