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„Was geschah im Moment des Urknalls? Woraus bestehen Raum und Zeit? Welche Rolle spielten Zufall und Notwendigkeit bei der Entstehung der Welt? Auf diese Fragen findet die Physik unterschiedliche Antworten: Albert Einsteins Relativitätstheorie beschreibt die Struktur von Raum und Zeit und damit die Makrowelt, die Welt im Großen. Mit der Quantenphysik lässt sich die Mikrowelt der Atome und Elementarteilchen erklären. Beide Theorien bringen uns den Antworten auf diese großen Fragen ein Stück näher, und doch lassen sie sich nicht miteinander in Einklang bringen. Seit über einem Jahrhundert fasziniert dieser Widerspruch die Wissenschaft und bis heute sucht sie nach einer „Weltformel”, um die unvollendete Geschichte über den Ursprung der Welt zu Ende zu erzählen. Daniel Kehlmann, dessen Texte von den ungelösten Rätseln der Naturwissenschaft inspiriert sind, stellt einen Ausschnitt aus dem Theaterstück Geister in Princeton vor. Wissenschaftsjournalist und Einstein-Experte Jürgen Neffe liest aus seiner Biographie über den weltbekannten Forscher. Im Anschluss sprechen sie mit dem Quanten- und Experimentalphysiker Matthias Weidemüller über die Faszination des Unvollendeten – in der Physik und in der Literatur.“